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Hasenbau zum Anfassen: „Alice im Wunderland“ kommt in 3-D

September 14th, 2009 von LarsVegas

Mit Alice im Wunderland kommte eine über 140 Jahre alte Geschichte erneut in die Kinos. Am 4. Juli 1865 wurde das Kinderbuch vom britischen Schriftsteller Lewis Carroll erstmals veröffentlicht, seitdem gab es zahlreiche Adaptionen, ob als Film oder Theateraufführung. Nun wagt sich der exzentrische Filmemacher Tim Burton an den Klassiker und bringt mit „Alice im Wunderland“ seine ganz eigene Version der Kindergeschichte auf die Leinwand. Burton ist für seinen düster-verschrobenen Stil bekannt, den wir bereits in The Nightmare before Christmas, The Corpse Bride oder erst letztes Jahr in Sweeney Todd bestaunen durften. In diesem Stil wird nun auch Alice im Wunderland neu erstrahlen; erste Bilder von den kostümierten Schauspielern Johnny Depp, Helena Bonham Carter, Anne Hathaway und Co. lassen bereits erahnen, dass diese Version von Alice im Wunderland wohl eine der abgedrehtesten sein wird.

Der Film wird dabei nicht nur eine Umsetzung von Alice im Wunderland, sondern auch von Alice hinter den Spiegeln, Carrolls Fortsetzung seines Märchens um die junge Alice, die sich plötzlich in einer fremden Welt wiederfindet. Die bisher weitesgehend unbekannte Schauspielerin Mia Wasikowska wird in die Rolle der jugendlichen Alice schlüpfen. Weiterhin ist bekannt, dass Johnny Depp den verrückten Hutmacher, Helena Bonham Carter die böse Rote Königin und Anne Hathaway die gutmütige Weiße Königin spielen wird. Auch Alan Rickman, bekannt aus Filmen wie Sweeney Todd und Harry Potter, ist mit dabei und wird die Raupe verkörpern. Für schauspielerischen Hochgenuss sollte also gesorgt sein.

Burtons Alice im Wunderland setzt ca. 10 Jahre nach den ersten beiden Abenteuern an. Die nun 19 jährige Alice flieht vor einer Party hochnäsiger Leute und folgt dem weißen Hasen in einen Bau, der sie zurück ins Wunderland führt – nur erinnert sie sich an nichts mehr. Das Wunderland war einst ein friedliches Königreich, bis die Rote Königin die Weiße Königin vom Thron stürzte. Alice trifft die skurrilen Kreaturen des Wunderlands und erinnert sich Stück für Stück an ihre vergangenen Besuche.

Zur Stammbesetzung eines echten Tim Burton-Streifens gehören natürlich nicht nur die Akteure, sondern auch der Mann für die Musik: Danny Elfmann wird für den Soundtrack von Alice im Wunderland verantwortlich sein. Neben der Musik klingt auch die Bildtechnik mehr als interessant. Alice im Wunderland wird komplett in 3D dargestellt, außerdem verwendet Burton eine Mischung aus realen Schauspielern und Motion-Capturing, also digitalisierten Darstellern. Wir sind gespannt!

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Inglourious Basterds vs. Nazideutschland

Juni 19th, 2009 von LarsVegas

Quentin Tarantino kam aus dem Nichts – und erbaute sich sein eigenes kleines Imperium der Nerdigkeit. Im Land der Filmversessenen wäre Tarantino ein König. Seine Hingabe ans Kino gebar ihm ein kleines Töchterchen („Reservoir Dogs“), das sich zum vielbeachteten Debut entwickelte, sowie einen stattlichen, wunderschönen Sohn („Pulp Fiction“), der bis heute zu den besten Filmen aller Zeiten gehört. „Jackie Brown“ hingegen war vielen Fans zu „speziell“, „Kill Bill“ zu wüst und „Death Proof“ zu selbstverliebt. Das ehemalige Wunderkind sah sich plötzlich unverhoffter Kritik ausgesetzt, die es nun zu mundtot zu machen gilt.

Und wie? Na mit „Inglourious Basterds“, einer rotzfrechen Antwort auf die „Saving Private Ryans“ dieser Welt. Die Basterds, das sind unter anderem Brad Pitt, Eli Roth und Til Schweiger, die sich dem Kampf gegen Nazi-Abschaum (u.a. gespielt von Christoph Waltz und Daniel Brühl) verschrieben haben. Hinter den feindlichen Linien haben sie nur eine Mission vor Augen: möglichst viele Nazis mit in den Tod reißen. „Inglourious Basterds“ spielt folglich während des Zweiten Weltkriegs und nimmt – wie bei Tarantino üblich – bei der Gewaltdarstellung kein Blatt vor die Linse, auch wenn diesmal keine Tabus überschritten werden. Da werden dann schon mal Nazi-Offiziere per Baseballschläger zu Tode geprügelt und Köpfe skalpiert, unterlegt mit zynischen Kommentaren – die FSK wird sich freuen.

Parallel zur Haupthandlung versucht die Jüdin Shosanna ihre ermordete Familie zu rächen. Als Leiterin einen Pariser Kinos bringt sie in Erfahrung, dass für Hitler und einigen hochrangigen Stabsmitgliedern eine Filmvorführung in ihrem Kino stattfinden soll. Wie es der Zufall will treffen in „Inglourious Basterds“ die beiden Handlungsstränge aufeinander, sodass den „Basterds“ eine hervorragende Möglichkeit geboten wird, ihren Trieben und ihrer Mission nachzugehen. Vielleicht wird „Inglourious Basterds“ sogar die Geschichte neu schreiben. Oder um es anders zu sagen – für Hitler wird der Kinofilm mit einem echten Knaller enden…

Die fertige Fassung präsentierte Tarantino kürzlich in Cannes, wo die Presse jedoch kein gutes Haar an dessen Weltkriegsfantasie ließ. Viele bemängelten die Länge des Films und die stellenweise zu ausgedehnten Dialoge, ein Kritiker schrieb sogar, „Inglorious Basterds“ ziehe sich wie Kaugummi. Gute 160 Minuten soll die endgültige Kinofassung von„Inglourious Basterds“ auf die Waage bringen. Kein Wunder, „Inglourious Basterds“ liegt ein 222 Seiten starke Vision zu Grunde, die nach Meinung von Quentin Tarantino locker für drei Filme hätte reichen können. Doch abseits der Kritik gab es auch erfreuliche Meldungen: Der Österreicher Christoph Waltz gewann für die Rolle des Hans Landa 2009 den Darstellerpreis der 62. Filmfestspiele von Cannes und spielte so Schauspielgrößen wie Brad Pitt an die Wand.

Wie „Inglourious Basterds“ in Deutschland aufgenommen wird wissen wir spätestens am 20.August 2009, denn dann soll der Streifen in unsere Kinos kommen. Angeblich hat Tarantino seitens des Studios die Vorgabe erhalten, seinen Film für den Kinostart zu schneiden – die Cannes-Version kriegen wir also eher nicht zu Gesicht. Wer sich vorab schon mal ein Bild machen möchte, sollte sich diesen Inglourious Basterds-Clip nicht entgehen lassen.

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Ice Age 3 lässt die Dinos los

Mai 27th, 2009 von LarsVegas

Es vergeht ja kein Jahr, in dem die Pixar Animation Studios oder Blue Sky Studios nicht mindestens einen Animationsfilm in die Kinos bringen würden. Die Welle der Antimationsfilme wurde inzwischen von dem Tsunami der Comicverfilmungen abgelöst. Das hat aber auch was Gutes: Man kann sich so richtig auf einen Animationsfilm freuen. Der letzte große Vertreter war „WALL-E“, der jedoch mehr an die alte Liebenspumpe ging als an die Lachmuskeln.

Doch mit „Ice Age 3 – Die Dinosaurier sind los“ oder kurz nur „Ice Age 3“, kommt am 1.Juli ein neuer Animationsleckerbissen aus dem Hause Blue Sky Studios in die deutschen Kinos. „Ice Age 3“ stammt natürlich aus dem gleichen Haus wie „Ice Age“ und „Ice Age 2 – Jetzt taut`s“. Auch die Charaktere haben sich nicht verändert: An der Seite des Mammuts Manfred ist natürlich Sid das Faultier zu sehen, der Säbelzahntiger Diego ist selbstredend auch nicht wegzudenken und komplettiert das altbekannte Heldentrio. Allerdings sind die drei Freunde nicht allein.

Kenner des ersten „Ice Age“ und zweiten Teils „Ice Age 2- Jetzt taut´s“ wissen, dass das Chaostrio auf ihre Reise auf eine ganze Heerschar von weiteren Tieren gestoßen ist, die es in „Ice Age 2 – Jetzt taut´s“ vor einer Schmelzwasserwelle zu Retten galt. Im nun dritten Teil „Ice Age 3: Die Dinosaurier sind los“ habe sich alle im neuen und grünen Tal eingelebt.  Manfred, alias Manni, erwartet mit seiner Freundin Elli ganz aufgeregt den Mammutnachwuchs, Sid versucht sich aus Eiern eine eigene Familie zu basteln und Diego ist sich unsicher, ob er auf seine alten Tage noch sentimental wird, da er immer mehr Zeit mit seinen Kumpels verbringt. Wie der Titel „Ice Age 3 – Die Dinosaurier sind los“ verrät, trefft das Trio auf eben solche Urzeitechsen. Bei einer Rettungsaktion geraten die Freunde in eine neue, geheimnisvolle Unterwelt und treffen auf die Dinosaurier.

Natürlich ist auch der Spaßgarant Scrat wieder mit von der Partie, immer noch damit beschäftigt, seine Eichel zu erwischen. Bei Scrat handelt es sich um ein erdichtetes Wesen. Es sieht aus wie ein Eichhörnchen mit riesigen Augen und Säbelzähnen. Da man bei den Blue Sky Studios bemerkt hat, wie gut Scrat beim Publikum ankam, wird ihm nun in „Ice Age 3“ auch eine kleine Nebenstory zu Teil: Scrat findet seine Herzensdame.

Wir freuen uns jetzt schon auf Teil drei, denn wenn „Ice Age 3“ seiner Linie treu bleibt, erwartet uns ein echter Hit. Einen kleinen Einblick darauf, was uns denn genau erwartet, gibt dieser fabelhafte Trailer.

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Die Transformers üben Rache

Mai 5th, 2009 von LarsVegas

Transformers? Was ist denn das für ein Film?“, fragen sich vor allem die älteren Semester. Die Antwort der Jugend: „Na da kommen außerirdische Roboter auf die Erde, die sich in Autos und Flugzeuge verwandeln können, gegeneinander kämpfen und ganz viel kaputt machen.“ Eine sehr simple Beschreibung für einen Streifen, der auf Platz 30 der erfolgreichsten Filme aller Zeiten gelistet wird und mit 700 Millionen US-Dollar eine exorbitante Summe eingespielt hat. Für alle, an denen Transformers im Jahr 2007 vorbeigegangen ist: Es ist die Geschichte Autobots, die auf der Suche nach einer mächtigen Energiequlle, dem Allspark, das Universum durchstöbern und ihn schließlich auf der Erde finden. Natürlich wollen auch andere die Macht für ihre Zwecke nutzen, also tauchen recht schnell die Decepticons auf, die fortan die Rolle der Bösewichte übernehmen. Selbstredend wendet sich alles zum Guten und die Decepticons werden zu Teilen vernichtet, im Meer versenkt oder Fliehen ins Weltall. Dass das nicht alles sein konnte, war nach dem Einschlagenden Erfolg schnell klar. Und so kommt es, dass im Juni dieses Jahres Teil zwei in die Kinos kommt, unter dem Titel „Transformers 2: Die Rache“.

Transformers 2“ dürfte dank des enormen Budgets von 150 Millionen US- Dollar und der größtenteils unveränderten Besetzung (Shia LaBeouf, Megan Fox, Tyrese Gibson und Josh Duhamel) zu einem erneuten Actionleckerbissen werden. Natürlich lässt sich Michael Bay auch nicht von seinem Regiestuhl verscheuchen. Er schreibt das Drehbuch und führt Regie. Mit dabei bei diesem intergalaktischem Spektakel sind die Autoren Ehren Kruger, Alex Kurtzman und Roberto Orci sowie die Produzenten Steven Spielberg, Tom DeSanto, Lorenzo di Bonaventura und Don Murphy.

Und worum geht’s? Der deutsche Titel „Die Rache“ lässt noch eher wenig konkretes vermuten, ein Blick auf den Originalnamen „Revenge of the Fallen“ jedoch schon mehr: erneut werden die Decepticons auf die Erde kommen und sich furchtbar für den Tod ihres Anführers Megatron rächen. Unter dem Kommando von Starscream kommen weitere und neue Decepticons mit den Namen Soundwave, Frenzy und the Fallen auf unseren Heimatplaneten. The Fallen ist ein äußerst mächtiger Decepticon und ein Anhänger von Unicron. Hätte Cybertron, der Heimatplanet der Autobots und Decepticons, einen Himmel und eine Hölle, dürfte jene the Fallen ausgespuckt haben. Um ihn zu bezwingen, müssen die Autobots einen gewagten Packt eingehen. Nur soviel: ein totgeglaubter kehrt zurück.

Frisch aus der Autowäsche und mit Unterbodenpolitur werden an der Seite von Optiums Prime, Ironhide, Ratchet und Bumblebee kämpfen. Außerdem soll ein weiblicher Autobot namens Arcee die Bühne betreten. Ob man jetzt mit zwischenroboterlichen Beziehungen rechnen kann bleibt noch abzuwarten. Das die Autobots allerdings auch ein animalisches Verhalten an den Tag legen können, stellten sie schon im ersten Teil unter Beweis, als einer den Sector 7 Agenten „anölte“. Wir sehen hier die Chance eines Transformerbabys in Toastergröße, schließlich müssen auch Roboter ihr Fortbestehen sichern. Doch genug der Albernheiten. Oder doch nicht? Michael Bay betonte in einem Interview, dass er es toll fände, wenn seine Roboter auch Gefühle zeigen dürften: „Dieses Mal möchte ich, dass sie auch “weinen” können. Ich will z.B., dass die Roboter um ein Lagerfeuer sitzen und dort auch intime Details miteinander austauschen.”

Zumindest wenn man den finalen Trailer zu Rate zieht, fällt einem der gesteigerte Comedy-Faktor nicht unbedingt auf: Da kracht und wummst es, dass sich die Balken biegen – eben genau so, wie man es von einer Transformers-Fortsetzung erwartet. Und wem auch das immer noch nicht genügt: Transformers 3 ist laut Michael Bay schon fest geplant. Vielleicht gibt es ja da dann Platz für ein Autobotbaby…

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X-Men Origins: Wolverine schärft die Krallen

April 17th, 2009 von LarsVegas

Hugh Jackman darf wieder seine Krallen zeigen. Aber dieses Mal schlitzt er sich als Wolverine ohne die anderen X-Men ans Ziel. Schließlich behandelt X-Men Origins: Wolverine die Erlebnisse des wohl bekanntesten der Marvel-Mutanten vor seinem Beitritt zu den X-Men.

Etwas verwirrend für jene, die nur die Filme kennen: Wolverine ist schon im amerikanischen Unabhängigkeitskrieg dabei gewesen, wie X-Men Origins uns weismachen will. Die einzigartigen Regenerationsfähigkeiten sind für sein in übermenschliche Länge hingezogenes Lebensalter verantwortlich.

Wie diese X-Men Origins: Wolverine Vorschau andeutet, ist Wolverine aber nicht alleine mit seiner Gabe. Um einen seiner größten Rivalen zu besiegen, lässt er sich seine Knochen durch das experimentell verwendete Metall Adamantium verstärken. Dummerweise hat der Geheimdienst, der ihm diesen Eingriff ermöglichte ganz eigene Pläne mit seinem Versuchsobjekt.

Genug Action mit dem klauenbewehrten Wolverine dürfte da für alle Krawall-Fans drin sein. Mit dem neuen Erzfeind Sabretooth (gespielt von Liev Schreiber) finden dann auch die Comicveteranen einen würdigen Gegner für Wolverine alias Logan. Außerdem dürften nun endlich die Hintergründe des mysteriösen Projektes „Weapon X“ geklärt werden, die in den letzten Filmen immer wieder angedeutet wurden.

Gut geklaut beim Klauenmann ist halb gewonnen haben sich da wohl einige gedacht und prompt einmal das X-Men-Prequel in einer frühen Fassung im Internet als Raubkopie veröffentlicht. 20th Century Fox reagierte prompt und machte sich unerbittlicher als der echte Wolverine auf die Jagd nach den Übeltätern. Schließlich wollen die Produktionskosten eingespielt und die Gehälter von Hauptdarsteller Hugh Jackman und dem Regisseur Gavin Hood ausgezahlt werden.

Letzterer hätte sich übrigens fast noch eine Abfuhr von den Studios abgeholt. Fox war die Umsetzung des Marvel-Comics zu düster geraten. Die breite Masse wolle so einen Film sicher nicht sehen hieß es, außerdem kostete die gezeigte Eindringlichkeit der Erlebnisse Wolverines, die unter anderem im zweiten Weltkrieg einen blutigen Höhepunkt erreichen, eine Freigabe für jüngeres Publikum. Dies dürfte dafür aber eine Menge Fans vertrösten, die sich im Zuge der ernsthafteren Comicverfilmungen wie „The Dark Knight“ oder „Iron Man“ nun auch eine ansprechende Marvel-Verfilmung ansehen möchten.

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Star Trek zum Elften

April 8th, 2009 von LarsVegas

Die einen empfinden es als absolutes Heiligtum, für die anderen erschließt sich nicht einmal der Sinn dahinter: Star Trek war nie ein Thema, das die Massen spaltete, viel mehr oblag dieser Kult seit jeher einer speziellen Fanbase – auch als Trekkies bekannt – und ließ alle Unwissenden schlicht kopfschüttelnd von dannen ziehen. Dennoch: Das Raumschiff Enterprise hat seine Spuren in der Film- und Fernseh-Landschaft hinterlassen. In den letzten jahren jedoch, sind die einst so tiefen Abdrücke mehr und mehr versandet. Die letzte TV-Serie „Enterprise“ wollten nicht genügend Leute sehen, dem Kinoauftritt „Star Trek: Nemesis“ erging es genauso.

Aus,  Ende, vorbei? Natürlich nicht, schließlich sind manche Dinge einfach unkaputtbar. GoreTex-Anzüge etwa. Oder Superman. Und natürlich Star Trek. Seit geraumer Zeit bastelt nun „Lost“-Erfinder J.J.Abrams an der Wiederauferstehung der legendären Reihe. Das Zauberwort heißt hier abermals „Reboot“. Teil elf heißt jedoch nicht „Star Trek 11“ sondern spart die Seriennummer aus. Weil…ist halt so bzw. unterstreicht den Neubeginn besser. Die Geschichte spielt dementsprechend auch nicht nach den bekannten Kinofilmen (oder TV-Serien) sondern springt weit in die Vergangenheit – also in der Zukunft, versteht sich.

In „Star Trek“ treffen sich die jungen Versionen von Kirk, Pille und Spock gerade erst an der Sternenakademie und begeben sich auf ihr erstes Abenteuer. Und wie das so ist, wenn man gerade frisch die pickelige Clearasil-Phase hinter sich gelassen hat, stehen Revierkämpfe und Schwanzvergleiche (mit Ausnahme von Lt. Uhura wohlgemerkt) natürlich an der Tagesordnung. Hinzu kommt eine wirklich große wirklich fiese Überbedrohung in Form des wahnsinnigen Nero, der alles Leben zerstören will. So ist das eben, wenn man wahnsinnig ist.

Der Cast besteht dabei zum größten Teil aus frischen Gesichtern: Namen wie Chris Pine (Kirk), Zachary Quinto (Spock) und John Cho (Sulu) kennt hierzulande wohl kaum jemand, selbst die bekannteren Gesichter wie Eric Bana (Nero) oder Simon Pegg (Scotty) sind eher Hollywoods zweiter Riege zuzuordnen. Frisches Blut ist immer gut, vor allem wenn man – wie J.J.Abrams gerne betonte – den Star Trek-Mythos zwar respektieren, aber radikal modernisieren will. Die von Fans am häufigsten kritisierte Tatsache, könnte dabei zum größten Vorteil des Films gereichen: Abrams gilt als ausgemachter Star Trek-Meider und kannte die Reihe zuvor nur rudimentär. Wo manch einer schon die Türme Babylons in sich zusammenstürzen sieht, erkennen andere die einmalige Chance, einen echten Neuanfang zu kreieren – der nicht nur für Hardcore-Trekkies und Convention-Kids verdaulich ist.

Der neueste Star Trek Trailer bestätigt diesen Eindruck jedenfalls auf höchst spektakuläre Weise. Auch die ersten Reaktionen von der Star Trek Weltpremiere in Sydney und dem ersten Fanscreening, sprechen für sich. Gespannt darf man gerne sein: Das Schlimmste was dem elften Star Trek Abenteuer passieren kann ist, dass die Trekkies sich bestätigt fühlen – denn dann wäre auch dieser Reboot wieder „nur ein weiterer Star Trek Streifen„. Und würde somit wohl wieder an einem Großteil des Publikums vorbeigehen…

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Besser als Bolzplatz? Dragonball kommt ins Kino

März 20th, 2009 von LarsVegas

40-fach Kaioken. Kamehameha. Super-Saiyan-jin. Genkidama. Nie gehört? Dann könnt ihr euch an diesem Punkt das Weiterlesen im Prinzip sparen. Denn einer der größten Anime-Hypes der Neunziger dürfte somit spurlos an euch vorüber gegangen sein. „Dragonball“ heißt der Kult, der die vorgenannten Floskeln begründete und noch heute unter Fans geradezu kultisch verehrt wird. Für Freunde der gediegenen Comic-Unterhaltung war der überdrehte Actionspaß freilich nichts: Im Znetrum der Serie stand ein kleiner außerirdischer Junge mit Affenschwanz, der sich in Turnieren die Feuerbälle mit anderen Weltraum-Viechern um die Ohren warf.

Später, in der Nachfolgeserie „Dragonball Z“ gings dann richtig zur Sache: Übermächtige Superkämpfer fusionierten miteinander, entfalteten weltenvernichtende Überkräfte und ein Kampf gegen den „Fiesling of the Month“ dauerte geschätzte 200 Episoden. Klingt abgedreht? War es auch – und gerade deshalb wohl auch so beliebt. Unzählige Fanartikel wanderten über die Ladentische, Videogames und Kinofilme wurden produziert, weitere SpinOff-Serien gedreht und so weiter und so fort. Erst in den letzten Jahren ist der Sturm auf den „Dragonball„-Output abgeflacht, auch weil die Serien mittlerweile eingestellt wurden.

Wie gut, dass nun Aufrischung naht: Hollywood will sich die obligatorische Monetenscheibe abschneiden und macht auf „Live Action“. Will heißen: Ein echter Film, mit echten Darstellern und echten Effekten…nein halt, die stammen nach wie vor aus der Retorte. Sei’s drum: Die Frucht dieser Liebe zum Quellprodukt hört auf den Namen „Dragonball Evolution“ und stürmt im April unsere Kinos.

Die Rahmenbedingungen klingen zumindest schmackhaft: Mit Justin Chatwin übernimmt ein frischer Jungstar die Rolle von Hauptcharakter Son-Goku, ihm zur Seite steht Asia-Legende Chow Yun Fat als Muten Roshi. Die Regie obliegt ebenfalls einem Kundigen seines Fach: James Wong durfte schon bei „Akte X“ seine kreativen Finger an die Filmklappe legen und machte sich später mit der „Final Destination“-Reihe einen Namen.

Ob’s hilft? Fraglich! Der erste Dragonball Evolution-Trailer sieht wie ein quietschbunter Zusammenschnitt der letzten „Power Rangers“-Staffel aus und lässt auf ein Endergebnis irgendwo zwischen „Streetfighter – The Movie“ und dem „Glücksbärchies Film“ vermuten. Die Story (sofern es denn eine gibt) orientiert sich dabei nur „so lala“ an der Vorlage: Muten Roshi scheint beim Übertragen auf die große Leinwand scheinbar die weiße Hautfarbe und das graise Alter verloren zu haben, Turniere gibt es irgendwie auch keine und wichtige Nebenfiguren fehlen.

Also wie nun: Freuen oder nicht? Gute Frage. wer auf Trashgewitter mit CGI-Overload steht, ist hier sicher Bestens aufgehoben. Ein anderes Indiz für ein zumindest passables Kinoerlebnis ist der derzeitige Boom in Asien – dort führt „Dragonball Evolution“ derzeit die Chartlisten an. Schau ‚mer ma…

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Action mit Hochspannung: Crank 2

März 17th, 2009 von LarsVegas

Nachdem der diesjährige Neuaufguss der Freitag der 13.-Serie eher ein müdes Achselzucken als Nerven zerfetzendes Nägelkauen bot, können sich Fans der härteren Gangart immerhin auf ein neues Actionvehikel für den stunterprobten Jason Statham freuen. Zwar handelt es sich bei Crank: High Voltage nicht um ein unkaputtbares Horrorfranchise in der Replay-Schleife, aber wie der Protagonist hier ins Leben zurückgerufen wird ist deutlich aberwitziger als alle Ausflüge von Freddy und Jason zusammengenommen.

Man erinnert sich: In Crank musste sich ein mit einem nur durch Adrenalinausstoß aufzuhaltenden Giftstoff injizierter Jason Statham von einem Extrem ins nächste stürzen. Massenprügelei in einer Bar? Check. Im Gegenverkehr rasen in der Rush Hour? Check. Sex mit der Freundin auf einem öffentlichen Platz? Check. Ephinidrinspritze direkt ins Herz? Check. Nur so war der entsprechende Adrenalinpegel zu halten, um sich zum Finale mit dem fiesen Oberbösewicht zu krawallen.

Das Ende vom Film war dann gleichzeitig das Ende vom Lied: Nach einem Fall aus mehreren hundert Metern Höhe und der folgenden Bekanntschaft mit dem Straßenbelag, war Chev Chelious ganz schön – pardon – platt. Für Crank 2 ist er nun trotzdem wieder voll einsatzbereit. Mit einem eingepflanzten Ersatzherzen lebt er weiter. Das Dumme daran: Nur solange er sich regelmäßig Starkstromschläge versetzt, um die Pumpe am Laufen zu halten. Also geht die wilde Hetzjagd von neuem los, denn das Originalherz von Chev Chelious wurde in bester Verfassung einem kranken Triadenboss eingepflanzt.

Der Trailer zu Crank 2 unterhält Fans abgedrehter Action bereits mit einem Jason Statham, der sich Starthilfekabel an Zunge und Brust setzt, in Zigarettenanzünder fasst und im Umspannwerk als lebender Widerstand dient. Kann sein, dass dies nicht nach jedermanns Geschmack ist, aber wer einen Film möchte, der den hanebüchenen Adrenalintrip des ersten Teils übertrifft, dürfte hier einfach goldrichtig sein. Da kriegt die Logik freilich eine saftige Kopfnuss ins Nervenzentrum, Fans wird das aber kaum stören.

Mit dabei sind wieder Amy Smart als Chev Chelious attraktive Freundin Eve. Fans der B-Movie-Veteranen freuen sich auf einen Auftritt von David Carradine, der spätestens seit Kill Bill wieder in den höheren Hollywoodligen spielt. Drehbuch und Regie werden abermals vom verrückten Duo Mark Neveldine und Brian Taylor übernommen. Ein Versprechen der Beiden gab es kürzlich obendrein: „Wir werden den ersten Crank an Wahnwitz und Speed weit in den Schatten stellen.“ Na dann, her damit!

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Bringt Terminator 4 die Erlösung?

Februar 10th, 2009 von LarsVegas

Und noch ein Urgestein der Achtziger, welches sich zu neuem Glanz erheben möchte. Terminator 4: Die Erlösung bringt die Story um Zeitreisen, schier übermächtige Kampfroboter und die Menschheit an der Schwelle zur Ausrottung erneut auf die Leinwand. Dabei entbehrt der vierte Terminator-Film allem Anschein nach seines bisherigen Zugpferdes Arnold Schwarzegger, dessen Bekanntheit sich nicht zuletzt auf seiner Rolle als unbarmherzige Tötungsmaschine in The Terminator (1984) begründet. Mehr als einen kurzen Auftritt Schwarzeneggers wird Terminator 4: Die Erlösung, wohl kaum bieten und selbst diese Hoffnung aller Fans des Gouvernators könnte sich eventuell als Medienente entpuppen.

Das hat aber durchaus seine Begründung, schließlich möchte sich der Regisseur McG möglichst vom bei der Kritik durchgefallenen Terminator 3 – Rebellion der Maschinen trennen und einen Neuanfang wagen – schlimm ist’s nicht, der Vorgänger war in meinen Augen das Schlimmste, was dieser großartigen Reihe jemals passieren konnte. Klamaukige Sprüche, Frauen als Kampfmaschinen, müde Darsteller und eine Lovestory? Also bitte…

Trotzdem setzt die Story von T4 gewissermaßen nach dem „Rise of the Machines“ im dritten Teil an. Terminator Salvation, so der Originaltitel spielt nach der Machtübernahme durch die aus den Vorgängern bekannte Super-KI Skynet. Im Mittelpunkt des Geschehens sollen jedoch weniger der Überlebenskampf der verbliebenen Menschheit gegen die Terminatoren stehen sondern ein emotionales Duell auf persönlicher Ebene zwischen den beiden Hauptcharakteren John Connor und Marcus Wright, gespielt von Christian Bale und Sam Worthington.

Natürlich steht auch dieser Konflikt in einem Rahmen, in dem es um das Schicksal der gesamten Menschheit geht. Im Verlaufe der Handlung von Terminator 4: Die Erlösung muss sich John Connor nämlich entscheiden, ob er Marcus Wright vertrauen kann. Als die beiden ein Geheimnis entdecken, welches die komplette Auslöschung der Menschheit zur Folge haben könnte, spitzt sich die Handlung des vierten Terminator-Films dramatisch zu.

Während diese Terminator 4 Vorschau schon einen vorsichtig optimistisch Ausblick wagt, müssen sich alle Fans der Terminator-Reihe noch etwas gedulden. Der deutsche Kinostart ist bisher für den 4. Juli 2009 geplant. Aber immerhin gibt es schon einige Terminator 4-Trailer zu bestaunen – und die machen mehr als nur Lust auf mehr.

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Who watches the Watchmen?

Februar 4th, 2009 von LarsVegas

Ende der Achtziger wurden die Comics urplötzlich erwachsen. Während bei Marvel und DC noch unbesiegbare Stiernacken in Strumpfhosen durch die Panels hüpften, konterte Alan Moore plötzlich mit einer bitteren Abrechnung auf die überfrachteten Heldensagen im Allgemeinen – und den amerikanischen Traum im Speziellen. „Watchmen“ war ein düsteres Werk, getragen von messerscharfen Dialogen, komplexen Verwicklungen und Charakteren, für die man nur schwerlich Sympathien entwickeln konnte. Und dennoch funktionierte es.

Mittlerweile ist „Watchmen“ kult: Die New York Times nennt das Comic-Meisterwerk als eines der hundert besten Bücher aller Zeiten. Klar, dass auch Hollywood seit geraumer Zeit übers andere Ufer schielt – vor allem da man mit X-Men oder Spiderman schon große Erfolge bei der Umsetzung der bunten Heftchen feiern konnte. Das Problem lag jedoch nicht an Finanzierungsquerelen oder Rechtsstreitigkeiten. Schlimmer: In der Branche gilt „Watchmen“ schlicht als unverfilmbar.

Alan Moore hat sein Mammutwerk derart vielschichtig und verzweigt aufgebaut, dass es bisher schier unmöglich erschien, den Geist der Vorlage einzufangen, ohne dessen Abläufe zu verändern. Hinzu kommt, dass „Watchmen“ bis unter den Bücherrand mit Subtexten beladen ist – in den Weiten des Internets lassen sich nicht ohne Grund eigene Seiten finden, die sich mit Terminologie und Bedeutung jedes einzelnen Panels auseinander setzen.

Angesichts des immensen Kultfaktors der „Watchmen“ und einer Fanbase, die sich noch heute in Lobgesängen ergießt, sieht man sich in der Traumfabrik nun aber scheinbar gezwungen, doch noch die lang geplante Filmversion nachzuschieben. Die Regie übernimmt dabei kein unbeschriebenes Blatt: Zack Snyder verhalf bereits Frank Millers „300“ an die Spitze der Kinocharts. Laut eigener Aussage sei der „Watchmen„-Dreh ein Herzenswunsch gewesen: „Ich bin einer der größten Watchmen-Fans – hätte ich es nicht gemacht, hätten irgendwelche Hollywood-Produzenten die Lizenz letztenendes genutzt, um ein Musical daraus zu basteln.“ Snyder schwört hingegen auf maximale Vorlagentreue – sogar eine epische Langfassung für Fans bestätigte er kürzlich in einem Interview.

Und worauf dürfen wir uns nun freuen: Nun, der Watchmen Trailer verspricht in erster Linie ein optisches Festmahl, welches sich einerseits am Stil der Comics orientiert, andererseits ähnlich spektakulär wie „300“ werden dürfte. Und hält Snyder wirklich Wort und setzt Alan Moores geniale Vorlage eins zu eins in Filmform um, dann – ja dann- haben wir hier den ersten Über-Blockbuster dieses noch jungen Kinojahres.

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