RSS

Star Trek zum Elften

April 8th, 2009 von LarsVegas

Die einen empfinden es als absolutes Heiligtum, für die anderen erschließt sich nicht einmal der Sinn dahinter: Star Trek war nie ein Thema, das die Massen spaltete, viel mehr oblag dieser Kult seit jeher einer speziellen Fanbase – auch als Trekkies bekannt – und ließ alle Unwissenden schlicht kopfschüttelnd von dannen ziehen. Dennoch: Das Raumschiff Enterprise hat seine Spuren in der Film- und Fernseh-Landschaft hinterlassen. In den letzten jahren jedoch, sind die einst so tiefen Abdrücke mehr und mehr versandet. Die letzte TV-Serie „Enterprise“ wollten nicht genügend Leute sehen, dem Kinoauftritt „Star Trek: Nemesis“ erging es genauso.

Aus,  Ende, vorbei? Natürlich nicht, schließlich sind manche Dinge einfach unkaputtbar. GoreTex-Anzüge etwa. Oder Superman. Und natürlich Star Trek. Seit geraumer Zeit bastelt nun „Lost“-Erfinder J.J.Abrams an der Wiederauferstehung der legendären Reihe. Das Zauberwort heißt hier abermals „Reboot“. Teil elf heißt jedoch nicht „Star Trek 11“ sondern spart die Seriennummer aus. Weil…ist halt so bzw. unterstreicht den Neubeginn besser. Die Geschichte spielt dementsprechend auch nicht nach den bekannten Kinofilmen (oder TV-Serien) sondern springt weit in die Vergangenheit – also in der Zukunft, versteht sich.

In „Star Trek“ treffen sich die jungen Versionen von Kirk, Pille und Spock gerade erst an der Sternenakademie und begeben sich auf ihr erstes Abenteuer. Und wie das so ist, wenn man gerade frisch die pickelige Clearasil-Phase hinter sich gelassen hat, stehen Revierkämpfe und Schwanzvergleiche (mit Ausnahme von Lt. Uhura wohlgemerkt) natürlich an der Tagesordnung. Hinzu kommt eine wirklich große wirklich fiese Überbedrohung in Form des wahnsinnigen Nero, der alles Leben zerstören will. So ist das eben, wenn man wahnsinnig ist.

Der Cast besteht dabei zum größten Teil aus frischen Gesichtern: Namen wie Chris Pine (Kirk), Zachary Quinto (Spock) und John Cho (Sulu) kennt hierzulande wohl kaum jemand, selbst die bekannteren Gesichter wie Eric Bana (Nero) oder Simon Pegg (Scotty) sind eher Hollywoods zweiter Riege zuzuordnen. Frisches Blut ist immer gut, vor allem wenn man – wie J.J.Abrams gerne betonte – den Star Trek-Mythos zwar respektieren, aber radikal modernisieren will. Die von Fans am häufigsten kritisierte Tatsache, könnte dabei zum größten Vorteil des Films gereichen: Abrams gilt als ausgemachter Star Trek-Meider und kannte die Reihe zuvor nur rudimentär. Wo manch einer schon die Türme Babylons in sich zusammenstürzen sieht, erkennen andere die einmalige Chance, einen echten Neuanfang zu kreieren – der nicht nur für Hardcore-Trekkies und Convention-Kids verdaulich ist.

Der neueste Star Trek Trailer bestätigt diesen Eindruck jedenfalls auf höchst spektakuläre Weise. Auch die ersten Reaktionen von der Star Trek Weltpremiere in Sydney und dem ersten Fanscreening, sprechen für sich. Gespannt darf man gerne sein: Das Schlimmste was dem elften Star Trek Abenteuer passieren kann ist, dass die Trekkies sich bestätigt fühlen – denn dann wäre auch dieser Reboot wieder „nur ein weiterer Star Trek Streifen„. Und würde somit wohl wieder an einem Großteil des Publikums vorbeigehen…

Be Sociable, Share!

Geschrieben in Allgemein | Keine Kommentare »

Einen Kommentar abgeben

Bitte beachte: Die Kommentare werden moderiert. Dies kann zu Verzögerungen bei Deinem Kommentar führen. Es besteht kein Grund den Kommentar erneut abzuschicken.